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Koller + Schwemmer
... die zahlreichen Oldtimer auf dem Hof geben einen ersten Hinweis darauf, dass sich hinter der unscheinbaren Fassade von Koller + Schwemmer mehr als ein ganz normaler Bosch-Servicebetrieb verbirgt. "Wir zählen zur Elite der Spezialisten für klassische Kraftfahrzeuge aller Art", erzählt Rudolf Diesch, der die Geschicke des traditionsreichen Nürnberger Betriebs leitet. Schon vor vielen Jahren hat Diesch den strategischen Entschluss getroffen, neben dem reinen Servicegeschäft weitere Standbeine aufzubauen: "Wir haben ganz gezielt auf hochspezialisierte Nischenmärkte gesetzt, damit die Leistungen des Bosch-Services bei bester Qualität für die Kunden erschwinglich bleiben und wir uns trotzdem in der Gewinnzone bewegen", erklärt der Unternehmenslenker.
Heute sind die Nischen die Ertragsbringer, das klassische Servicegeschäft bringt das wichtige Volumen. So schwankt auch der Stunden-Verrechnungssatz sehr stark, nämlich zwischen 52 und 84 Euro. Die fallen beispielsweise für die liebevolle technische Restauration von Oldtimern an. Noch bekannter als auf dem Gebiet der "Fahrzeugveteranen" ist Koller + Schwemmer aber auf dem Gebiet der Einspritzpumpentechnik. Aus Original-Teilen fertigt der Betrieb nicht mehr lieferbare Einspritzpumpen der Marken Bosch und Kugelfischer für Old- und Youngtimer gleichermaßen. Die Kunden kommen aus der ganzen Welt.
Natürlich erfordert solch komplexe Technik hoch spezialisiertes Personal. "Bis jemand wirklich ein Spezialist in der Benzineinspritzpumpentechnik ist, braucht er mindestens zehn Jahre Berufserfahrung", verdeutlicht Diesch. Daher hat die Personalpolitik für den Geschäftsführer unbestritten Priorität. Koller + Schwemmer beschäftigt Mitarbeiter aller Altersklassen aus 17 Nationen. Das ist angesichts des sehr international ausgerichteten Kundenstamms durchaus von Vorteil. Besonders am Herzen liegt Diesch der Wissenstransfer von Alt zu Jung. Aus jahrzehntelanger Erfahrung berichtet der Geschäftsführer Folgendes: "Der richtige Mix aus jungen und älteren Mitarbeitern ist der einzige Weg um sicherzustellen, dass dem Betrieb kein wertvolles Know-How verloren geht." Damit der Wissenstransfer klappt, stellt der Betrieb den Auszubildenden, die rund 20 Prozent des Mitarbeiterstamms ausmachen, einen erfahrenen Paten zur Seite.
Zitat Herr Diesch: "Seit nunmehr 30 Jahren setzen wir darauf, die Auszubildenden durch eine systematische Weiterbildung und ein konsequentes Schulungsprogramm zum Meister zu führen. Da Fachwissen alleine nicht ausreicht, schicken wir unsere Mitarbeiter auch auf Persönlichkeitsschulungen, die das Wir-Gefühl stärken und es ermöglichen, dass die Zusammenarbeit in unserem multikulturellen Betrieb so gut klappt." Zitatende.
Wohl fast einmalig in der Branche ist, dass die Auszubildenden schon zu Beginn ihrer Lehre die Zusage auf einen festen Arbeitsplatz kriegen. Dies gilt für den Sonderschüler ebenso wie für den Fachabiturienten. Die Folge ist eine sehr geringe Fluktuation und folglich ein geringer Wissensverlust. Diesch erzählt: "Ein Großteil unseres mittleren Managements sind ehemalige Auszubildende, die heute als Meister Verantwortung in unserem Unternehmen tragen."
Das Qualitätsziel aller lautet: Null-Fehler oder 100% richtig. Die eigens entwickelten zwölf Qualitätsleitsätze hängen gemeinsam mit aktuellen Kundenzufriedenheits-Auswertungen für alle Mitarbeiter gut sichtbar an Infotafeln. In regelmäßigen Qualitätsbesprechungen sowie Schulungen wird immer wieder auf die Wichtigkeit der Kundenzufriedenheit hingewiesen. Exzellente Servicequalität, Aus- und Weiterbildung auf sehr hohem Niveau, engagierte Mitarbeiter und überzeugende Betriebskennzahlen - die Jury des Service Award 2006 belohnt dieses Engagement mit dem 1. Platz in der Kategorie "Freie Betriebe". Nochmals herzlichen Glückwunsch nach Nürnberg!!!
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